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A
B C D E
F G H I
J K L M N
O P Q R S T
U V W X Y Z

35/35-Regel,
60/60-Regel und 110/110-Regel
Um in einen Index aufgenommen zu werden, muß ein Unternehmen zu
den 35 (DAX 30), 60 (NEMAX-50) bzw. 110 (M-DAX) größten Unternehmen
in Marktkapitalisierung und Börsenumsatz gehören. Man spricht
deswegen auch von der 35/35-Regel für den DAX, der 60/60-Regel für
den NEMAX-50 und der 110/110-Regel für den M-DAX.
A
Ad-Hoc
Publikation
Kursrelevante Nachrichten, die börsennotierte Unternehmen unverzüglich
veröffentlichen müssen (§15 Wertpapierhandelsgesetz (WpHG)),
um diese möglichst allen Marktteilnehmern zur gleichen Zeit zugänglich
zu machen
ADR
(American Depositiory Receipt) Hinterlegungsscheine, die das Eigentum
von Aktien verbriefen. Ein ADR kann sich auf nur eine, auf mehrere und
auch lediglich auf einen Aktienbruchteil beziehen, wie z. B. das ADR der
SAP-Aktie, welches sich nur auf einen 1/12 Teil dieses Wertpapiers bezieht..
Agio
Preisaufschlag auf den Nennwert eines Wertpapiers; in Prozent oder Euro
ausgedrückt. Agio plus Nennwert ergibt den Ausgabepreis.
Gegensatz: Disagio. Bei Optionen bzw. Optionsscheinen gibt das Agio an,
um wieviel Prozent der Kauf (Call) bzw. Verkauf (Put) des Basiswertes
durch Ausübung der Option teurer ist als der direkte Kauf/Verkauf
des Basiswertes.
Akkumulieren
Lateinisch ansammeln, anhäufen, speichern, börsianisch einen
Wert einsammeln
Aktie
Urkunde, die dem Inhaber einen Anteil am Grundkapital und somit am Vermögen
einer Aktiengesellschaft sowie bestimmte Mitgliedschaftsrechte am Unternehmen
verbrieft. Aktien lauten in Deutschland mindestens auf 1 Euro. Man unterscheidet
Inhaberaktien, Namensaktien, Stammaktien und Vorzugsaktien.
Aktienanalyse
Untersuchung und Prognose der Kurs- und Rendite-Entwicklung von Aktien.
Verfahren der Aktienanlyse sind:
Fundamentalanalyse und technische bzw. Chartanalyse
Aktienfonds
Investmentfonds, der sich ausschließlich oder überwiegend aus
in- und/oder ausländischen Aktien zusammensetzt.
Aktiengesellschaft
Handelsgesellschaft mit eigener Rechtspersönlichkeit (juristische
Person), deren Aktionäre mit ihren Einlagen auf das Grundkapital
beteiligt sind und auch ausschließlich mit dieser Einlage haften.
Die Höhe des gesamten Nennwertes entspricht dem Grundkapital, das
bei Gründung mindestens TDM 100 betragen muß. Vorstand, Aufsichtsrat
und Hauptversammlung bilden die Organe der Aktiengesellschaft
Aktienindex
Ein Index ist eine Kennziffer, die Veränderungen bestimmter Größen
zum Ausdruck bringt. Dadurch werden Vergleiche, insbesondere von Wertpapier-
und Preisveränderungen, zwischen verschiedenen Zeitpunkten ermöglicht.
Bekannte Aktienindizes sind: DAX, Dow Jones, CDAX, Nikkei-Index.
Aktienpaket
Besitz einer einzelnen Person oder eines anderen Unternehmens.
Aktiensplit
Maßnahme einer Aktiengesellschaft, um den Aktienkurs optisch "billiger"
zu machen. Beispiel: Aktiensplit im Verhältnis 3 : 1 bedeutet, daß
man drei Aktien für eine Aktie erhält; der Kurs wird dabei durch
drei geteilt; hat für den Aktionär keine Wertänderung seines
Aktienbestandes zur Folge.
Aktie vom Kurs ausgesetzt
Oder auch vom Handel ausgesetzt, passiert bei wichtigen Unternehmensmeldungen,
wie z.B. Übernahmeangebote (muß nicht negativ sein)
Aktiva
Umfaßt alle Vermögenswerte einer AG, werden in der Bilanz den
Passiva gegenübergestellt, der Überschuß entspricht dem
Gewinn der AG
Arbitrage
der Trader heißt Arbitrageur und macht sich Preisunterschiede der
verschiedenen Börsen zunutze, er kauft z.B. niedrig in Frankfurt
und verkauft sofort höher in Berlin. Arbitragegewinne lassen sich
vor allem bei hektischen Kursveränderungen erzielen.
Grundkapital (Aktienkapital)
umfaßt den Anteil am Eigenkapital einer AG, auf den die Haftung
der Gesellschafter beschränkt ist.
Ask/Briefkurs
Der Preis, zu dem der Börsenmakler oder der Market Maker eine Option
bzw. einen Optionsschein verkauft.
Gegensatz: Bid
Aufgeld
(Agio)
Differenz zwischen dem Nennwert und dem tatsächlich zu zahlenden,
höheren Börsenkurs, insbesondere einem höheren Ausgabekurs.
Bei Optionsscheinbewertungen nennt man das Aufgeld Agio
Außerbörslicher
Handel
Findet außerhalb der Handelszeiten der Börse statt, bezieht
sich auf Geschäfte zwischen den Banken
B
Baisse
Länger anhaltender Kursrückgang an der Börse, den gesamten
Markt betreffend
Bär
Symbol für negative Kursentwicklung
Bärenfalle
Verkaufen in Erwartung fallendender Kurse, und in Folge ein überraschendes
Steigen des Marktes, was widerrum zum erneuten Kauf zu höheren Preisen
zwingt
Basispreis
Synonym für Strike-Preis.
Preis, zu dem bei Ausübung einer Option oder eines Optionsscheines
unter Berücksichtigung des Bezugsverhältnisses der Basiswert
bezogen wird. Man unterscheidet zwischen Barausgleich und effektiver Lieferung.
Basiswert
Titel, auf den sich die Option bzw. der Optionsschein bezieht, z. B. Aktien,
Anleihen, Zinssätze, Währungen, Rohstoffe und Indizes.
Basket-Zertifikat
Als Grundlage der Wertermittlung wird nicht ein bestehender Index, sondern
ein vom Emittenten selbst zusammengestellter Aktienkorb herangezogen.
Bestens
lautet der ausdrückliche Zusatz bei der Aufgabe einer Verkaufsorder,
wenn der Anleger bereit ist, jeden sich am Markt zum gegebenen Zeitpunkt
herausbildenden ("bestmöglichen") Kurs zu akzeptieren,
um auf jeden Fall zu einem Verkaufsabschluß zu kommen. An den deutschen
Börsen gehen diese Aufträge den limitierten Aufträgen vor.
Gefährlich kann eine solche Auftragsvergabe für den Börsianer
bei sehr "engen", umsatzschwachen Werten sein, wenn gleichzeitig
mehrere unlimitierte Verkaufsaufträge zusammenkommen und erheblichen
Druck auf den Kurs ausüben, weil nur unzulängliche Nachfrage
besteht. In diesem Fall ist es in Grenzfällen möglich, daß
der sich ergebende Kursverlust an einem Tag mehr als 10 oder gar 20% beträgt.
Billigst
Lautet der ausdrückliche Zusatz bei der (unlimitierten) Aufgabe einer
Kauforder, wenn der Anleger bereit ist, jeden sich am Markt zum gegebenen
Zeitpunkt herausbildenden ("günstigsten") Kurs zu akzeptieren,
um auf jeden Fall zu einem Kaufabschluß zu kommen. An den deutschen
Börsen gehen diese Aufträge den limitierten Aufträgen vor.
Gefährlich kann eine solche Auftragsvergabe für den Börsianer
bei sehr »engen« umsatzschwachen Werten sein, wenn gleichzeitig
mehrere unlimitierte Kaufaufträge zusammenkommen und den Kurs in
die Höhe ziehen, weil nur ein unzulängliches Angebot vorliegt.
In diesem Fall ist es in Grenzfällen möglich, daß der
sich ergebende Kursanstieg an einem Tag mehr als 10 oder gar 20% beträgt.
Blue Chips
Gebräuchliche Bezeichnung für umsatzstarke Aktien von substanzstarken
großen, international bekannten und weltweit bedeutenden Unternehmen
(Standardwerte), deren Kursentwicklung gleichzeitig auch der Berechnung
des Index zugrundegelegt wird. Blue Chips an der deutschen Börse
sind etwa BASF, Siemens, Volkswagen und Allianz.
Bobl
Abkürzung für Bundesobligation
Bonds
Angelsächsischer Begriff für festverzinsliche Wertpapiere bzw.
Schuldverschreibungen.
Bonität
Maßstab für die Kreditwürdigkeit von Anleihe-Emittenten.
Je schlechter die Bonität von den Marktteilnehmern eingeschätzt
wird, desto höher sind die Zinsen, die als Risikoprämie vom
Emittenten gezahlt werden müssen.
Bookbuildung-Verfahren
Für neu an die Börse zu bringende Aktien wird ein Auktionsverfahren
angewendet, bei dem die Preisspanne, in der die Gebote abgegeben werden
müssen, vorgegeben wird. Der Durchschnitt der Gebote bildet dann
den tatsächlichen Emissionskurs.
Break-Even
Gewinnschwelle, ab der ein Gewinn bzw. Überschuß erzielt wird.
Briefkurs
Preis, zu dem ein Wert angeboten wird (Verkaufspreis) Gegensatz: Geldkurs.
Broker
Angelsächsische Bezeichnung für Personen, die geschäftsmäßig
Wertpapiergeschäfte für fremde Rechnung durchführen (=
Broker).
Bruttoinlandsprodukt
(BIP)
=Geldwert aller volkswirtschaftlicher Leistungen bzw. Endprodukte (Waren
und Dienstleistungen), die in einem Land per anno erbracht wurden.
Bulle
Symbol für positive Kursentwicklung. Gegensatz zu Bär.
Bullenfalle
Kaufen mit Hoffnung auf steigende Kurse bei posivitver Marktentwicklung,
von negativer Kursentwicklung überrascht werden.
Business
2 Business
(B2B) bezeichnet die Abwicklung von Geschäften zwischen einzelnen
Unternehmen. Der Kunde des Unternehmens ist somit kein (Privat-)Endverbraucher
sondern ein anderes Unternehmen.
Business
2 Consumer
(B2C) bezeichnet die Abwicklung von Geschäften zwischen Unternehmen
und dem (Privat-)Endverbraucher.
Business
2 Employee
(B2E) bezeichnet die Nutzung des Intranets für die Informationsverteilung
innerhalb eines Unternehmens.
Business
2 Government
(B2G)Geschäftsbeziehungen zwischen Unternehmen und staatlichen Einrichtungen,
z. B. Beschaffungswesen.
C
Call
Übliche Bezeichnung für eine Kaufoption, die während einer
bestimmten Laufzeit das Recht verbrieft, ein vorgegebenes Basisinstrument
zu einem festgelegten Preis zu erwerben.
Call-Option
Kauf-Option = Optionsrecht zum Kauf von festverzinslichen Wertpapieren
oder anderen Werten innerhalb einer bestimmten Zeit zu einem bestimmten
Preis. Gegensatz: Put-Option
Candlestick
Darstellungsform von Kursveränderungen für die techn. Chartanalyse.
Der Körper der Kerze zeigt die Differenz zwischen Eröffnungs-
und Schlußkurs an. Der Ursprung der Kerzenchartanalyse liegt in
der japan. Analysetechnik und hilft, Stimmungen an den Märkten einzuschätzen
und entsprechende Voraussagen zu treffen.
Chart
Graphische Darstellung von Kursverläufen.
Chartanalyse
Untersuchung von Kurvenverläufen und Verlaufsformationen in der Regel
unter Berücksichtigung der jeweils gegebenen Umsätze, jedoch
ohne Beachtung fundamentaler Daten oder Entwicklungen zur Optimierung
des eigenen Börsenerfolgs. Anhand von auszumachenden Trends (Primär-,
Sekundär-,Tertiärtrend), angenommenen Widerstands- und Unterstützungszonen,
Durchschnittslinien, typischen Kursformationen usw. versucht der Chartanalytiker
den günstigsten Zeitpunkt zum Kauf oder Verkauf eines Wertpapiers
o. ä. ausfindig zu machen. Zu den bekanntesten grafischen Formationen
zählen Kopf-Schulter-Formationen, Dreiecke, Keile und Wimpel. Obwohl
der Erfolg der Chartanalyse bislang weder eindeutig nachgewiesen noch
bestritten werden konnte, sollte heute allein schon aufgrund der verbreiteten
Anhängerschar eine Disposition an der Börse nie ohne jede Rücksicht
auf die gegebene charttechnische Situation des Gesamtmarktes und des Einzelwerts
vorgenommen werden (vgl. Trendlinie, Widerstandslinie, Unterstützungslinie)
Commission
Provision für den Broker bzw. Makler für die Vermittlung von
Terminkontrakten.
Commodities
Sammelbegriff für börsenmäßig gehandelte Waren
Computerbörse
Bei der Computerbörse sind die Börsenteilnehmer nicht mehr persönlich
auf dem Börsenparkett anwesend, sondern können von außerhalb
der Börse via Computer-Bildschirm ihre Abschlüsse tätigen.
Zu den bekanntesten Computerbörsen zählen NASDAQ und Eurex für
Termingeschäfte.
Cost-Average-Effekt
Bei regelmäßiger Anlage gleich hoher Beträge werden in
Zeiten hoher Ausgabekurse von Fondsanteilen weniger und in Zeiten niedriger
Ausgabekurse mehr Anteile erworben. Dadurch verringert sich der Durchschnittspreis
ggü. dem Kauf einer gleichbleibenden Anzahl bzw. Einmalanlage.
Crash
Plötzlicher Börseneinbruch, der sich in drastischen Kursrückgängen
auf breiter Front an den Wertpapierbörsen ausdrückt.
D
Deflation
Starke Abnahme der Geldmenge bei gleichzeitig nachlassender Nachfrage;
hat i. d. R. Preisverfall und somit einen Rückgang an Investitionsvolumen
zur Folge.
Depot
Gesamtheit aller Wertpapiere eines Anlegers.
Derivate
Bei derivaten Finanzinstrumenten handelt es sich um keine eigenständigen
Anlageinstrumente, sondern um Rechte, deren Bewertung vornehmlich aus
dem Preis und den Preisschwankungen und -erwartungen eines zugrundeliegenden
Basisinstruments, zum Beispiel Aktien und Anleihen, abgeleitet ist. Zu
den Derivaten zählen alle Arten von Optionen und Futures.
Devisen
Guthaben oder Verbindlichkeiten in Fremdwährungen.
Disagio
Unter Disagio versteht man im allgemeinen den Unterschied zwischen dem
Nennwert eines festverzinslichen Wertpapiers und seinem darunterliegenden
Ausgabekurs (Ausgabe unter pari).
Gegensatz: Agio.
Discount-Broker
Kreditinstitute, die im Vergleich zu klassischen Banken, zu niedrigen
Kauf- u. Verkaufsgebühren Wert-papier- und Terminmarkt-Transaktionen
abwickeln.
Disclaimer
Durch diesen Vermerk versuchen Unternehmen, Banken und Broker sich vor
Haftungsansprüchen zu schützen. Zwei Arten: Produkt- u. Research-Disclaimer.
Diskontsatz
Von der Europ. Zentralbank (EZB) festgelegter Zinssatz, der den Banken
beim Ankauf von Wechseln in Rechnung gestellt wird.
Dividene
Ist der Gewinn, der anteilig pro Aktie ausgeschüttet wird, über
die Höhe entscheidet die Hauptversammlung
In England und USA quartalsweise Auszahlung, in Deutschland jährlich.
Diversifikation
Streuung des Vermögens auf verschiedene Anlagegattungen bzw. -werte.
Das Ziel der Diversifikation ist dabei eine Portfoliozusammenstellung,
bei der sich die Risiken der einzelnen Vermögensgegenstände
so kompensieren, daß das unsystematische Risiko eliminiert wird.
E
EBIT
(Earnings before interest and taxes), bedeutet "Ergebnis vor Zinsen
und Steuern" und ist ein Bestandteil der Gewinn- u. Verlustrechnung.
Auch die Bezeichnungen "Operatives Ergebnis" oder
"Betriebsergebnis" sind gebräuchlich.
Elliott-Wellen
Dieses nach seinem Erfinder R. N. Elliott benannte Verfahren technischer
Analyse basiert auf der Hypothese, Aktienkurse bewegten sich immer in
wiederkehrenden Wellenformationen.
Emission
Ausgabe von Wertpapieren; die Emission erfolgt entweder auf direktem Wege
(Selbstemission) oder durch Vermittlung von Kreditinstituten (Fremdemission).
Das Kreditinstitut führt dabei entweder den Verkauf kommissionsweise
für Rechnung des Emittenten durch oder übernimmt die Wertpapiere
zu einem festen Kurs und bietet sie zu einem höheren Kurs dem Publikum
an (Plazierung).
Emissionsbank
Finanzinstitut, welches die Platzierung neu zu begebender Wertpapiere
übernommen hat.
Emittent
Z. B. eine Aktiengesellschaft, die ein neues Wertpapier ausgibt, d. h.
an den Markt bringt und zum Kauf anbietet.
Enger
Markt
Börsenhandel bei dem nur wenig Umsatz stattfindet und dabei die Geld-/Briefspanne
sehr groß ist.
Emerging
Markets (EM)
Bezeichung für Aktienmärkte in Schwellenländern. Als EM
gelten insbesondere die Aktienmärkte in Lateinamerika, Südostasien
und Osteuropa. Vielen dieser Märkte wird ein besonderes Wachstumspotential
zugesprochen, da diese Regionen ein im Vergleich zu den großen Industrienationen
deutlich stärkeres Wirtschaftswachstum aufweisen. Die Börsen
in de EM sind vielfach bereits sehr gut entwickelt und weisen hohe Umsätze
auf. Immer mehr Aktien von Unternehmen aus den Schwellenländern können
mittlerweile auch spesengünstig in Deutschland erworben werden.
Emission
Ausgabe neuer Wertpapiere, die in der Bundesrepublik im wesentlichen unter
Einschaltung der Kreditinstitute erfolgt, welche sich zu diesem Zweck
mit anderen Instituten zu einem Konsortium zusammenschließen. Eine
Emission von Wertpapieren dient der Beschaffung von Kapital. Geht ein
Unternehmen zum ersten Mal an die Börse, ist das eine Neuemission.
Die Aktien werden über die Börse an die Anleger verkauft, der
Erlös fließt in den meisten Fällen als Eigenkapital dem
Unternehmen zu - wenn nicht etwa die bisherigen Gesellschafter Kasse machen.
Neben privatwirtschaftlichen Emissionen gibt es auch öffentliche
Emissionen wie z. B. die Ausgabe neuer Anleihen des Bundes.
Europäisches
Optionsrecht
Die Ausübung des Optionsrechts ist ausschließlich zum Ende
der Laufzeit möglich; im Gegensatz zum Amerikanischen Optionsrecht.
European
Style
Eine Option bzw. ein Optionsschein ist European Style, wenn er nur am
Ende der Laufzeit ausübbar ist.
Gegensatz: American Style
Exhaustion-Gap
Sogenanntes "Erschöpfungs"-Gap, das üblicherweise
eine Umkehr des bestehenden Trends signalisiert.
Expiration
Verfall. Datum, an dem der Optionsschein verfällt. Sofern der OS
einen inneren Wert aufweist, muß das Optionsrecht spätestens
an diesem Termin ausgeübt werden, ansonsten verfällt der OS
wertlos.
F
Fair Value
Ist der theoretisch faire Wert einer Option bzw. eines Optionsscheines.
Weitere Begriffe: Bewertungsmodelle
Fill-or-kill
(FOK)
Eingeschränkt limitierter Auftrag, der sofort vollständig ausgeführt
werden muß oder, sofern dies nicht möglich ist, vollständig
zurückgezogen wird.
Fonds
Grundsätzlich sind Fonds Geldmittel für bestimmte Zwecke. Investmentfonds
enthalten die von Kapitalanlagegesellschaften mittels Ausgabe von Anteilscheinen
beschfften Mittel, die gemäß den Anlagerichtlinien und im Interesse
der Anteilseigner angelegt werden.
Free Float
Als Free Float bezeichnet man den Anteil der Aktien einer Aktiengesellschaft,
die nicht in festem Besitz sind, gemessen an der Gesamtzahl der ausgegebenen
Aktien. Dies sind alle Aktien, die sich im sog. "freien Umlauf"
befinden.
Freiverkehr
Unterstes, d. h. am wenigsten reguliertes Börsensegment. Im Freiverkehr
werden Wertpapiere gehandelt, die die Anforderungen des amtlichen Handels
und des geregelten Marktes nicht erfüllen.
Futures
Allgemeine Bezeichnung für Terminkontrakte, z.B. auf Aktienindizes.
Mit Hilfe von Futures kann man an den Veränderungen der zugrunde
liegenden Basiswerte (z.B. dem DAX-Index) profitieren, und zwar je nach
Positionierung sowohl an steigenden als auch an fallenden Kursen. Es handelt
sich hierbei um reines Differenzgeschäft, d.h., der zugrunde liegende
Basiswert wird nicht tatsächlich gekauft, sondern es ist nur eine
gewisse Sicherheitsleistung (Margin) erforderlich, um einen eventuellen
Verlust aus einem Futuregeschäft decken zu können. Bei einem
Gewinn wird dieser dem sogenannten Marginkonto gutgeschrieben. Der Handel
mit Futures ist, sofern nicht zur Absicherung eingesetzt, aufgrund der
hohen Hebelwirkung hochspekulativ, denn ein eventuell entstehender Verlust
kann schnell über das ursprünglich eingesetzte Kapital hinausgehen.
G
Gap
Kurslücke, die entsteht, wenn der erste Kurs über bzw. unter
dem des Vortages liegt.
Garantie-Fonds
Fondsform, bei der dem Anleger seinen eingezahlten Betrag garantiert wieder
zurückerhält.
Geldkurs
Zu diesem Kurs sind Marktteilnehmer bereit, eine bestimmte Stückzahl
eines Wertpapiers zu erwerben.
Geldmarkt
Markt für kurzfristige (i. d. R. bis max. ein Jahr) Guthaben und
Kredite. Ein wesentlicher Bereich ist dabei die kurzfristige Kreditvergabe
der Banken untereinander.
Geldmarktfonds
Risikoarme Investmentfonds, die ihre Mittel in kurzfristige Geldmarktwerte
(Restlaufzeit unter einem Jahr) anlegen.
Genußschein
Urkunde, die Vermögensrechte an einer Gesellschaft (i. d. R. Ansprüche
auf Gewinnanteile und/oder Liquidationserlös) verbrieft, aber nicht
mit Stimmrechten verbunden ist.
Geregelter
Markt
Markt an den deutschen Wertpapierbörsen, für den erleichterte
Zulassungsbedingungen und weniger strenge Publizitätsvorschriften
als für den Amtlichen Handel gelten. Die Preise werden von besonders
beauftragten freien Maklern festgestellt. Sie werden nach den Regeln der
amtlichen Kursfestsetzung ermittelt, aber nicht amtlich notiert.
Gratisaktien
Sind Berichtigungsaktien, Aufstockungsaktien oder Zusatzaktien
erhalten Altaktionäre nach einer Kapitalerhöhung.
Graumarkt
(-Kurs)
Dieser Begriff (nicht zu verwechseln mit "Grauer Kapitalmarkt")
steht in engem Zusammenhang mit Neuemissionen. I. d. R. ordert man Aktien
während der Zeichnungsfrist in der angegebenen Bookbuilding-Spanne.
Es besteht jedoch die Möglichkeit, Aktien noch vor der Erstnotiz
im Graumarkt zu erwerben. Der Graumarkt stellt eine Art Termingeschäft
dar, da der Investor in diesem Fall Aktien über die Bank zu einem
bestimmten Kurs (=Graumarktkurs) vor der Erstnotiz kauft.
Greenshoe
Überzeichnungsreserve beim Going-Public einer Aktiengesellschaft.
Bei der Neuemission ist der Greenshoe ein zusätzliches Kontingent
an Aktien, das einen bestimmten Prozentsatz der Emission umfasst und für
den Fall einer Überzeichnung zur Verfügung steht. Die Konsortial-Bank
kann den Greenshoe als Option ausüben, um im Rahmen einer Neuemission
zusätzliche Papiere des von ihr betreuten Unternehmens auszugeben.
Diese Aktien werden durch die Altgesellschafter oder durch eine zusätzliche
kleine Kapitalerhöhung zur Verfügung gestellt. Das heißt,
die Bank kann sich so zum Emissionskurs eindecken. In der Regel reicht
dieser Greenshoe bei starker Überzeichnung oft nicht aus, um alle
Zeichner zu bedienen.
H
Hausse
länger anhaltender Kursanstieg an der Börse, den gesamten Markt
betreffend. Gegensatz: Baisse
Hedgefonds
Bestehen überwiegend aus Optionen und Futures, können also auch
bei sinkenden Kursen steigen
I
Ifo -
Geschäftsklima - Index
Der meistbeachtete Frühindikator zur deuschen Konjunktur. Das Ifo-Institut
gefragt monatlich über 7000 Unternehmen zu ihrer Einschätzung
der konjunkturellen Lage und zu ihrer kurzfristigen Planung. Aus den Meldungen
wird der Index abgeleitet.
Index
Ein Index ist eine Größe, die die Entwicklung einer bestimmten
Gruppe von Wertpapieren beschreibt.
Inflation
Die Nachfrage nach Gütern und Dienstleistungen übersteigt das
vorhandene Angebot, was steigende Preise und somit einen Kaufkraftverlust
der jeweiligen Landeswährung zur Folge hat.
Insider
Personen, die aufgrund ihrer Stellung einen zeitlichen Informationsvorsprung
von kursrelevanten Umständen haben. Dessen Ausnutzung zum eigenen
Vorteil oder zum Vorteil Dritter und damit zum Nachteil anderer (insbesondere
im Wertpapierhandel) ist gesetzlich untersagt.
Intra-Day-Handel
Handel von Wertpapieren, Devisen o. Derivaten, der innerhalb eines Börsentages
- auch innerhalb weniger Minuten - stattfindet.
IPO
"Initial Public Offering", steht für die administrative
Umsetzung des Going Public.
K
Kapital
volkswirtschaftliche Definition: Einer der drei Produktionsfaktoren neben
Boden und Arbeit.
betriebswirtschaftliche Def.: Die Summe von Eigen- und Fremdkapital, mit
dem ein Unternehmen haftet
Kapitalanlage
Geldanlage, mit dem Zweck der Kapitalerhaltung und des Erzielens einer
möglichst hohen Rendite.
Kapitalertragsteuer
Erhebungsform der Einkommensteuer.
Kapitalerhöhung
Kapitalmaßnahme zur Erhöhung des Grundkapitals einer Aktiengesellschaft.
Es gibt zwei Arten von Kapitalerhöhungen: die Kapitalerhöhung
aus Gesellschaftsmitteln und die effektive Kapitalerhöhung. Werden
offene Rücklagen in Grundkapital umgewandelt, so spricht man von
einer Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln (Gratisaktien). Eine
effektive Kapitalerhöhung wird durch Geld- oder Sacheinlage vorgenommen.
Kassakurs
Einheitskurs
Kassahandel
Börsenhandel, bei dem die Geschäftserfüllung, d. h. die
Übergabe von Wertpapieren und die entsprechende Überweisung,
unmittelbar erfolgt. In Deutschland i. d. R. innerhalb von zwei Börsentagen.
KGV =
Kurs-Gewinn-Verhältnis
Der KGV zeigt das Verhältnis des Gewinns zur Börsenbewertung
Errechnet sich aus dem Kurs geteilt durch den Jahresgewinn pro Aktie
Ist er niedrig, ist die Aktie günstig und umgekehrt. Bei Verlusten
kann kein KGV ermittelt werden.
Nicht nur den aktuellen KGV beachten, auch den künftigen aufgrund
von Gewinnvorhersagen errechnen
Konsolidierung
Börsenphasen, in denen aufgrund einer vorangegangenen, möglicherweise
schnellen Entwicklung (nach oben oder unten) die Kurse über einen
gewissen Zeitraum eine Gegenbewegung vollziehen oder um ein neu gefundenes
Niveau herum schwanken, um sich an dieses Niveau zu "gewöhnen".
Konsortium
Eine zu einem zeitlich und sachlich begrenzten Zweck gegründete Gesellschaft,
die im Wertpapiergeschäft z. B. die Einführung neuer Aktien
betreibt.
Kurszusätze
Börsenkurse werden oft mit Zusätzen und Hinweisen versehen,
die das Verhältnis von Angebot und Nachfrage bei der Bildung des
Kurses erläutern.
Hier einige Beispiele:
B = Brief
Zu dem aufgeführten Kurs wurden Wertpapiere angeboten, es lag aber
keine Nachfrage zu diesem Kurs vor.
G = Geld
Kaufwünsche zu dem aufgeführten Kurs lagen vor. Es war aber
kein Angebot zu diesem Kurs vorhanden.
b = bezahlt
Alle zu diesem Kurs vorliegenden Aufträge wurden ausgeführt.
bB = bezahlt
Brief
Ein Teil der Aufträge wurde ausgeführt, aber es verblieb ein
Angebotsüberschuß.
bG = bezahlt
Geld
Ein Teil der Aufträge wurde ausgeführt, aber es verblieb ein
Nachfrageüberschuß.
T = gestrichen
Taxe. Ein Kurs konnte nicht festgestellt werden; der Preis ist geschätzt.
L
Laufzeit
Bei festverzinslichen Wertpapieren: Zeitraum bis zur Rückzahlung.
Bei Optionen und Optionsscheinen: Zeitraum, in dem das Optionsrecht ausgeübt
werden kann.
Limit
Bezeichnet die Preis- bzw. Kursgrenze, die der Käufer o. Verkäufer
von Wertpapieren für den Kauf o. Verkauf von Wertpapieren setzt.
Lock-Up-Periode
Zeitraum, in dem die Altaktionäre einer Neuemission nach der Erstnotierung
keine Aktien veräußern dürfen.
Lombardsatz
Von der EZB festgelegter Zinssatz, zu dem diese den Kreditinstituten gegen
Hinterlegung von Wert-papieren, Kredite gewähren.
M
Makler
Gewerbsmäßiger Vermittler, der für fremde Rechnung Geschäftsabschlüsse,
zum Beispiel über Wertpapiere, nachweist.
Margin
Sicherheitsleistung bei Eingehen von börsengehandelten Future- und
Optionsgeschäften.
Marketperformer
Marketperformer ist ein Anlageurteil in Bezug auf Aktien. Bedeutet, daß
sich die Aktie eines Unternehmens nur geringfügig besser oder schlechter
als ein zugrunde liegender Aktienindex entwickeln wird.
Momentum
Technischer Indikator. Im Momentum wird die Geschwindigkeit einer Kursbewegung
gemessen. Je höher die Geschwindigkeit einer Kursbewegung, desto
höher das Momentum und umgekehrt.
N
Nennwert
(Nominalwert)
einer Aktie gibt an, mit welchem Anteil sich ein Aktionär mit dem
Kauf einer Aktie am Grundkapital beteiligt
hat (in Deutschland gibt es Aktien mit einem Nominalwert von 50, - oder
5,- DM)
nennwertlose
Aktien
(auch Stückaktien); Aktien, die keinen festen Betrag am Grundkapital
repräsentieren, sondern nur eine prozentuale Beteiligung (Geschäftskunden/Anzahl
Aktien) am Grundkapital darstellt. Diese Form der Aktie ist erst seit
1999 in Deutschland zulässig.
Nominalzins
Für die Laufzeit vereinbarter Zinssatz, der i. d. R. auf dem Coupon
des festverzinslichen Wertpapiers festgehalten ist.
O
Option
Vertragliche Vereinbarung zwischen zwei Parteien, die dem Käufer
das Recht (nicht die Verpflichtung) gewährt, einen bestimmten Basiswert
vom Verkäufer (Stillhalter) zu einem festgelegten Ausübungspreis
zu einem bestimmten Zeitpunkt zu beziehen. Während der Käufer
ein Recht erwirbt, übernimmt
der Stillhalter eine Verpflichtung , die Leistung auf Wunsch des Käufers
zu erbringen. Der Käufer bezahlt dem Stillhalter dafür den Optionspreis.
Optionsrecht
Vertraglich festgelegtes Recht zum Kauf- oder Verkauf eines Basisinstruments.
Optionsschein
Als Wertpapier verbriefte Option. Basiswerte der Optionsscheine können
Aktien, Wechselkursrelationen (Währungen), Indizes oder Zinsen sein.
Outperfomer
Anlageurteil in Bezug auf Aktien. Es wird davon ausgegangen, daß
die Kursentwicklung dieser Aktien besser sein wird als die Entwicklung
eines zugrunde liegenden Aktienindizes.
P
Paper
Profit
Papiergewinn oder Buchgewinn, der durch ein erfolgreiches Engagement entstanden,
jedoch noch nicht realisiert wurde.
Passiva
Umfaßt das Eigenkapital und die Verbindlichkeiten, ein Überschuß
gegenüber den Aktive entspricht dem
Verlust der AB
Performance
Meßzahl zur Erfolgsbeurteilung der Wertentwicklung eines Portfolios.
Oftmals wird die Performance als eine risikoadjustierte Rendite des Portfolios
in Bezug auf eine Benchmarkrendite formuliert.
Pennystocks
Amerikanische Bezeichnung für in der Regel hochspekulative Aktien
mit ausgesprochen niedrigem Kurswert von zumeist weniger als einem Dollar
In Deutschland nennt man sie auch Leichte Aktie, also eine
Aktie mit niedrigem Kurswert, die den Anlegern aus diesem Grunde optisch
besonders attraktiv erscheinen.
Portefeuille
Synonym für ein Depot mit Wertpapieren.
Portfolio
Gesamtheit einer Anlage in Wertpapieren bzw. Vermögensgegenständen.
S
Shareholder-Value
Auch schwere Aktie genannt, ist eine Aktie mit hohem Kurswert, die dem
Anleger aus optischen Gründen nicht attraktiv erscheint. Weiterer
Nachteil: Bei geringem Budget können nur wenige Stücke geordert
werden, so daß beim Kauf oder Verkauf oft höhere Spesen fällig
werden.
Short
Position
Ein Investor, der eine Option bzw. einen Optionsschein verkauft, hält
eine Short Position. Bei Futures hält der Verkäufer des Futures
eine Short Position. Er muß bei Fälligkeit das Gut liefern.
Gegensatz: Long Position
Spekulationssteuer
Spekulationssteuer fällt im Rahmen der Einkommensteuer an, wenn zwischen
Anschaffung und Veräußerung von Wertpapieren nicht mehr als
zwölf Monate liegen.
Spread
Spanne zwischen dem Geld- und dem Briefkurs.
Stop buy
Order
Kaufauftrag, der billigst ausgeführt wird, sobald der Kurs (Preis)
ein gesetztes Limit überschreitet.
Gegensatz: Stop loss Order.
Stop-Loss-Order
ein Verkaufsauftrag, der automatisch an die Börse gegeben wird, wenn
ein bestimmter Wertpapierkurs erreicht bzw. unterschritten wird. Strategisch
lassen sich solche Aufträge günstigstenfalls so plazieren, daß
das Limit für eine solche Order automatisch der Kursentwicklung nach
oben angepaßt wird und erst dann zum Zuge kommt, wenn der Wertpapierkurs
innerhalb dieser Entwicklung einen Rückschlag um einen bestimmten
Prozentsatz (z. B. 5 oder 10%) hinnehmen muß.
Strong
buy
Experten-Einstufung, daß Anleger jede Gelegenheit nutzen sollen,
sich noch günstig mit dem empfohlenen Wert einzudecken
T
Technische
Analyse
Anhänger der technischen Analyse versuchen durch die Beobachtung
von vergangenen Einzelkursverläufen oder Indexverläufen, eventuell
in Verbindung mit den Börsenumsätzen, Trendverläufe, bestimmte
wiederkehrende Formationen sowie Umkehrpunkte frühzeitig zu erkennen
und daraus Kursprognosen abzuleiten. Die Grundhypothese ist, daß
bestimmte charakteristische Kursverläufe dazu neigen, sich zu wiederholen.
Wichtigstes Hilfsmittel der technischen Analyse sind Chart-Diagramme.
Terminbörse
Börse, an der Termingeschäfte durchgeführt werden können.
Bekannte Terminbörsen sind: Chicago Board Options Exchange (CBOE),
London International Financial Futures Exchange (LIFFE) und EUREX.
Termingeschäfte
Sind allgemein Geschäfte, bei denen der Vertragsabschluß heute,
die Erfüllung bzw. Lieferung und Bezahlung jedoch erst an einem vereinbarten
späteren Termin erfolgt.
Thesaurierung
Nichtausschüttung von Gewinnen eines Unternehmens. Weiterhin bedeutet
Thesaurierung die Wiederanlage von Zinsen oder anderen Erträgen aus
Wertpapieren in neue Wertpapiere, i. d. R. der gleichen Gattung.
Trading
Trading bedeutet das Eingehen einer offenen Position in Erwartung bestimmter
Kurs- bzw. Marktentwicklungen. Dabei strebt der Anleger durch das Ausnutzen
der Kursschwankungen an, schnelles Geld zu verdienen, also den kurzfristigen
Kauf und Verkauf von Wertpapieren.
Transaktionskosten
Alle geldwerten und kalkulatorischen Kosten, die auf Grund einer (Wertpapier-)Transaktion
anfallen. Somit auch Informations- und Entscheidungskosten sowie Kosten
des sofortigen Abschlusses.
Turnover
Gibt die Anzahl der gehandelten Aktien an, multipliziert mit dem jeweiligen
Kurs, sprich den gehandelten Umsatz dieser Aktie.
Turnaround
Amerikanische Bezeichnung für die Trendwende bei der Ertragsentwicklung
eines Unternehmens. Nach längerer Phase mit Verlust wird wieder Gewinn
ausgewiesen.
V
Value-Aktien
= Risiko -Aktien
Value
- at - Risk
Risikomeßverfahren, das unter Berücksichtigungung sehr vieler
relevanter Marktparameter, die Wahrscheinlichkeit des Verlustes innerhalb
einer Handelsposition in einem bestimmten Zeitraum anzugeben versucht.
Dabei wird auf der Grundlage von in der Vergangenheit beobachteten Marktbewegungen
auf zukünftige Marktpreise geschlossen und aus der Differenz zur
aktuellen Bewertung der Position die VAR-Kennziffer abgeleitet. Während
der Einbezug einer großen Anzahl an Parametern zu einem kohärenten
Konzept die Bedeutung des VAR ausmacht, wird als Nachteil auf die mangelnde
Fähigkeit des Ansatzes, extreme Marktsituationen in die Prognose
einzubeziehen, verwiesen
Valuta
Es sind zwei Bedeutungen möglich:
1. Der Wertstellungszeitpunkt bzw. das Buchungsdatum für eine Belastung
oder Gutschrift auf einem Konto.
2. Sammelbegriff für Fremdwährungen.
Verfalltag/Expiration
Date
Jede Option bzw. jeder Optionsschein hat eine begrenzte Laufzeit. Der
Verfalltag markiert das Ende dieser Laufzeit.
W
Wertpapiere
Wertpapiere ist eine Sammelbezeichnung für Urkunden, die ein Vermögensrecht
verbriefen. Zu Wertpapieren, auch Effekten genannt, zählt man in
erster Linie Aktien, Renten, Fonds und Optionsscheine.
Wertpapierkennummer
Sechsstellige Zahl, die Wertpapieren zugeordnet wird und der eindeutigen
Identifizierung dient.
Z
Zertifikat
Bescheinigung über die Hinterlegung und den Besitz von Wertpapieren
bei Investmentgesellschaften.
Zins
Der Zins ist der Preis für die Überlassung von Geldmitteln auf
eine bestimmte Zeit. Die Zinsen bilden sich überwiegend auf Grund
des Angebots und der Nachfrage nach dem jeweiligen finanziellen Bewegungen
auf den Märkten. Teilweise werden sie jedoch auch von der Notenbank
administrativ festgelegt.
Zuteilung
Zuteilung ist die vollständige oder teilweise Annahme und Erfüllung
von Kaufangeboten der Anleger.
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